„Spur der Steine“

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Ein Rundweg zu Kunstwerken im öffentlichen Raum

Mit dem Aufbau der Hoyerswerdaer Neustadt gab es von Beginn an Bestrebungen, Kunst im öffentlichen Raum aufzustellen und zu installieren. Neben Fassadengestaltung, Metallarbeiten und Brunnen, die von verschiedenen Künstlern für öffentliche Plätze und Einrichtungen geschaffen wurden, fanden auch zahlreiche Kunstwerke ihren Platz.

Eine neue Qualität wurde mit der Etablierung der Hoyerswerdaer Bildhauersymposien durch die Stadt Hoyerswerda und den ortsansässigen Künstler Jürgen von Woyski  erreicht. Mitveranstalter des Symposiums war ebenfalls der Verband Bildender Künstler der DDR. Um die organisatorischen Dinge kümmerte sich als Symposiums-Sekretär zunächst der umtriebige Tierpark-Direktor Günter Peters.

Von Beginn an war von Woyski künstlerischer Leiter der Bildhauersymposien, bei denen internationale Künstler in Hoyerswerda Skulpturen vor allem aus Sandstein schufen. Ziel der Bildhauersymposien war das Anliegen, internationale Künstler mit unterschiedlichen Auffassungen und Handschriften gemeinsam arbeiten zu lassen, Begegnung und Austausch zu pflegen und die Neustadt mit qualitativ hochwertiger Kunst zu versorgen.
Dem ersten Bildhauersymposium folgten in Zweijahresabständen acht weitere bis zum Jahr 1989.

Diesen internationalen Bildhauersymposien ist der Umstand zu verdanken, das Hoyerswerda eine große Anzahl an bildhauerischen Objekten im Stadtgebiet besitzt.

Kunst im öffentlichen Raum prägt das kulturelle Leben der Stadt Hoyerswerda, sie trägt zur Identifikation mit dem Lebensraum bei und ist eigentlich auch ein wichtiger Standortfaktor.

Dieser große Schatz, sowohl für die Hoyerswerdaer selber als auch Besucher und Touristen, findet jedoch nicht den ihn gebührende Beachtung. Zwar haben die Plastiken in der Regel einen sehr schönen Standort und dies erfreulicherweise auch in einem gut gepflegtem Umfeld, jedoch wird z.B. bei der Stadtinformation und im öffentlichen Raum kaum auf dieses besondere künstlerische Erbe hingewiesen.

Mit unserem Projekt möchten wir diesem negativen Umstand Abhilfe schaffen.

In Zusammenarbeit mit der Jürgen von Woyski-Stiftung und dem Fotografen Rico Hofmann möchte unser Verein einen Stadtplan in Form eines Faltflyers erarbeiten und herausgeben, der auf diese Plastiken, den Künstlern und den Standorten hinweisen wird. Kurzinformationen sollen Neugierde wecken und die Besucher unserer Stadt zu einem ungewöhnlichen Stadtrundgang verführen.

Ein Leitsystem, bestehend aus einem „Spur der Steine“- Aufkleber wird mit entsprechenden Hinweispfeilen das Aufsuchen der Standorte und Plastiken erleichtern.

Perspektivisch ist daran gedacht alle vorhandenen Informationen zu den Künstlern, den Symposien etc. für eine Internet-Homepage mit einem virtuellen Rundgang aufzuarbeiten (2.Projektbaustein). Dort wäre dann auch der Platz vorhanden um Interessenten detaillierte Informationen geben zu können. Auf Google Maps werden im nächsten Schritt alle Arbeiten mit ihrem jeweiligen Standort veröffentlicht. Erste Ideen gibt es auch für einen speziellen Geocaching-Pfad.

Gemeinsam wird an einem Logo gearbeitet, welches dann auf dem Plan und den Aufklebern im gesamten Stadtgebiet unübersehbar auf die wertvollen Kunstwerke hinweisen wird. Und somit zu einem individuellen Stadtspaziergang der besonderen Art einladen wird. Zu einer Entdeckungsreise durch eine im Wandel befindliche Stadt, weit weg vom Klischee der üblichen Plattenbausiedlungen, hin zu Ruhepunkten im urbanen Raum.

Mit einem öffentlichen Stadtspaziergang wird der Plan der Öffentlichkeit vorgestellt (10.6.2012). Dabei finden an jedem der sechs Standorte besondere Aktionen statt (Lesung, Musik, Picknick).
Diese besonderen Stadtspaziergänge könnten perspektivisch zu einer regelmäßigen Attraktion und zu einer Ergänzung des touristischen Angebotes unserer Region werden.

Mit der Herausgabe des Stadtplanes und der der Ausschilderung ist jedoch die beabsichtigte Wahrnehmung der Kunstwerke erst einmal gegeben.

“Spur der Steine”
Ein Projekt der Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.
mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung der Ostsächsische Sparkasse Dresden, der  Jürgen von Woyski-Stiftung, des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien und der Stadt Hoyerswerda.

 

 

 

 

(Hoy-TV Beitrag)