Neuigkeiten: 2014 – 20 Jahre Kufa- der neue Film ist online!

geburtstagsfoto

„wohin soll denn die Reise gehen….?“
EINLADUNG

Liebe ehemalige und derzeitige Mitarbeiter und Mitglieder, liebe Förderer, liebe Freunde!

Am 25.10.2014 feiern wir 20 Jahre Kulturfabrik Hoyerswerda.

Ihr habt, manche kürzer, manche länger, diese 20 Jahre begleitet und die Kufa zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein gut besuchtes Zentrum für alle Altersgruppen und ein anerkannter Partner für viele Einrichtungen und Institutionen mit überregionaler Ausstrahlung.
Und das wollen wir gemeinsam mit euch feiern, auch wenn ein großes Ziel, der Rückzug in die Mitte der Stadt, noch immer auf sich warten lässt.

Lasst uns gemeinsam anstoßen!

Wir freuen uns auf den neuen Kufa-Film, Dia- und Flyer-Show, auf unsere musikalischen Gäste DiscoBalls aus Prag und wir freuen uns auf Euch!

Einlass 20 Uhr, Eintritt frei, oder um es mit Gundi zu sagen: „Alle die kommen wollen, sollen kommen können!“

Montag, 27.10.2014
Zwei Dekaden in 42Minuten Film gefasst
Die KulturFabrik Hoyerswerda feierte am Sonnabend ihren 20.Geburtstag in der ZwischenBelegung.
Von Uwe Jordan

Leicht angeschickert sind die beiden Herren: „Die Leute wissen eigentlich gar nicht, was wir hier hinten so alles machen…“ / „Jenau!“ – Uwe Proksch, Geschäftsführer der KulturFabrik Hoyerswerda, und Vereinsvorsitzender Jens-Uwe Röhl sagen diese Sätze im neuen KuFa-Film, der Sonnabend Premiere zum 20-Jahr-Jubiläum dieser Hoyerswerdaer Institution hatte. Der Hochprozentige, den sie da vermeintlich konsumieren, ist, wie sich’s für Schauspieler bei der Arbeit und prohibitionspartyerprobte Recken gehört, in echt Wasser. Der obige Zwei-Satz-Dialog bringt zwar dank seiner weinseligen Artikulation das Publikum zum Lachen. Aber er ist wahr.
Pfeffi muss nicht springen
Dirk Lienig hat für den Film Hoyerswerdaer, die mit der KulturFabrik verbunden sind, befragt, was ihr schönstes Erlebnis in und mit der KulturFabrik gewesen sei. Was ihnen dieses Soziokulturelle Zentrum bedeute. Verbunden werden die Auskünfte durch die Szenen mit Röhl und Proksch, die verzweifelt überlegen, was man dem Publikum bloß zur 20-Jahr-Feier anbieten könne: Ein Marianne-Rosenberg-Double? Gute Güte! Freibier? Wie gewöhnlich! Torte? Ja, Torte ginge. Aber da müsse auch wer ’rausspringen! Nur wer? Als die beiden die KuFa-Damen aufgezählt haben, sich aber, tortensprungmäßig, für keine entscheiden mochten, einigen sie sich auf „Pfeffi!“. Der Gag kommt an, denn KuFa-Urgestein „Pfeffi“ alias Reinhard Ständer ist optisch doch ein bisschen entfernt von einem blonden Geburtstagstortenbunny. (Später erklärt er, für die KuFa hätte er aber selbst diese akrobatische Einlage auf sich genommen.)
Während also die beiden sinnieren, erzählen die von Dirk Lienig Befragten, was sie an der KulturFabrik schätzen. Da kommen zur Sprache: Konzerte. Theateraufführungen und die haus-eigenen Theatergruppen, nicht zu vergessen das Straßentheaterfest Braugassentheater. Eine Stadt tanzt. Prohibitionsparty. BlowUp-Kino. Projekte wie „Die 3.Stadt“, „Malplatte“ und „Auszeit“. Fotostammtisch. Trommeln. Töpferkurs. Kunstmarkt. Picknickwiese. Literarisches Frühstyx-Ei. Postkarten-Aktion. Anthro-Camp. „populario“-Festival. KunstLandStrich. EßKultur. Deutsch-Deutsches mit der „Schuhfabrik“ Ahlen. Sonntagsbilder-Foto-Aktion. Indoor-Spielplatz. Filmfestival „7Minuten“. Liederfestival „HoySchrecke“. Kulturschule mit dem Lessing-Gymnasium. Medienexploration mit Kindern…
„Was die KuFa alles auf die Beine stellt, reicht in einer anderen Stadt für drei Vereine“, heißt es dazu, und Dirk Lienig ist sich sicher, dass in dem Film, der mit 42Minuten weit länger als geplant geworden ist, bestimmt einiges vergessen worden sei.
Ein Wunsch für den 21.Geburtstag
Stimmt: kleine galerie. Gundermanns Seilschaft. Stadtspaziergang… Kein Gekrittel an dem großartigen Film (den ich dem Stadtrat angesichts der Diskussionen zum Bau am KuFa-Stammhaus Braugasse dringendst als „Pflichtlektüre empfehle!), sondern nur der Beweis, dass der eingangs zitierte Dialog stimmt. Auch der Autor dieser Zeilen war stets aufs Neue verblüfft, was sich alles mit 20Jahren KuFa verbindet.
Uwe Proksch hatte beim Anschnitt der Torte nur einen Geburtstagswunsch: Nicht auf die Querelen zum Bau an der Braugasse angesprochen zu werden. „Ich wollte mir schon ein T-Shirt anfertigen: «Ja, wir ziehen um!».“ Hat er dann doch nicht. Ich denke, zum 21.Geburtstag sollte er ein T-Shirt tragen dürfen: „Ja, wir SIND umgezogen!“ – von der Zwischenbelegung Alte Berliner Straße26 am Ende der Welt zurück in die Braugasse am Markt; im Herzen der Stadt.

Und hier gehts zum Interview zum Jubiläum vom lokalen Sender Elsterwelle: