Schulkino: Luther

luther

Martin Luther (Joseph Fiennes) wird an einem stürmischen Herbstabend bei Stotternheim beinahe von einem Blitz getroffen und gelobt in seiner Not der Heiligen Anna, er wolle Mönch werden, wenn sie ihn nur aus diesem bedrohlichen Unwetter sicher errettet. Von nun an fühlt er sich verpflichtet, sein Gelübde einzulösen, auch gegen den Willen seines Vaters. Er geht in das Augustinerkloster in Erfurt.

Erst als Priester erkennt er die Ungerechtigkeit, die den Menschen angetan wird. Die römisch-katholische Kirche betreibt auf Geheiß des Papstes Leo X. einen regen Handel mit Ablassbriefen. Durch diesen Ablasshandel und weitere Abgaben, die die Kirche verlangt, wird viel Geld aus der Bevölkerung des Heiligen Römischen Reichs gepresst.

In Wittenberg proklamiert Luther seine 95 Thesen gegen die Missstände in der Kirche. Er schafft sich dadurch Feinde, unter anderem Johann Tetzel, den berühmt-berüchtigten Ablassprediger. Auch ignoriert er die Exkommunikation durch die Kirche und setzt seinen Kampf unermüdlich ohne Zweifel fort. Dies führt dazu, dass Luther, als Junker Jörg getarnt, auf der Wartburg in Sicherheit gebracht werden muss.

Schließlich gelingt es Luther, mit Unterstützung seiner Freunde und seiner Ehefrau Katharina von Bora, seiner Bewegung die Anerkennung als Religionsgemeinschaft zu verschaffen.

Altersempfehlung: ab 12 Jahre
Klassenstufen: ab 7. Klasse
Themen: (Deutsche) Geschichte, Religion/Religiosität
Unterrichtsfächer: Religion, Deutsch, Politik, Geschichte

Laufzeit: 121 Minuten

Anschließend Gespräch mit Pfarrer Jörg Michel

„Historiengemälde um den Kirchenreformer Martin Luther, das den Lebensweg einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Weltgeschichte nachzeichnet: seinen Weg vom an sich und Gott zweifelnden Mönch über seine die Reformation auslösenden 95 Thesen gegen den Ablasshandel des Papstes bis zur Heirat mit Katharina von Bora. Trotz relativ bescheidener Produktionsmittel ein stimmungsvoller, weitgehend differenzierter Blick in ein Jahrhundert der geistig-religiösen wie auch gesellschaftlichen Aufbrüche, die sich in den Lehren Luthers manifestieren. Dramaturgisch mitunter etwas holprig, regt der solide fotografierte, stringent inszenierte und bis in die Nebenrollen überzeugend interpretierte Film zur Diskussion an.“ (FILMDIENST 2016/22)

 

Regie: Eric Till
Deutschland/USA 2003