1.11.2017 | 19:00 Uhr

Wladimir Kaminer – Die Kaminer Show 2017

Nachdem Wladimir Kaminer im letzten Jahr die Kufa-Tanzgruppe mit in seiner TV-Sendung „Kulturlandschaften“ einbaute und sogar mit der Gruppe gemeinsam ein schweißtreibendes Training absolvierte, wurde es höchste Zeit ihn auch wiedermal zu einer Lesung nach Hoyerswerda zu holen.

Wer regelmäßig zu Lesungen von ihm geht, erlebt stets die Besonderheit der ganz neuen und absolut unbekannten Geschichten: Er liest aus dem aktuellen Buch, aber sein Handgepäck beinhaltet vornehmlich brandaktuellen, ganz frischen ›Lesestoff‹. An manchen Tagen liegen Geschichten auf der Bühne, die nur wenige Stunden alt sind. Wladimir ist es ein Anliegen, seine Gäste mit unveröffentlichten Werken zu unterhalten – auch das unterscheidet ihn von vielen Literaten die derzeit durch deutsche Gefilde touren. Seine Art das Publikum zu unterhalten, hat etwas mit Reisen zu tun. Kaminer holt seine Gäste mit detaillierten Situationsbeschreibungen, viel Charme und intelligentem Humor ab und entführt sie in einen besonderen Abend; er nimmt alle Anwesenden mit auf einen Trip. Der Ausgang ist stets ungewiss, niemals vorherbar ist, aber immer einzigartig.
Wladimir Kaminer gehört definitiv zu den besonderen Entertainern unserer Zeit.

Wladimir Kaminers Medienpräsenz ist ungebrochen. Zwischen Kinoleinwand, Bücherregal und heimischen Flimmerkisten steht der Schriftsteller regelmäßig auf deutschen Bühnen. Als wahrer Entertainer gelingt ihm der Spagat zwischen urkomischen Situationen und Gesellschaftskritik immer wieder aufs Neue. Es hat schon seinen Grund, dass seine Erzählbände wie „Russendisko“ oder „Militärmusik“ millionenfach über die Ladentheke gingen.

Geboren 1967 in Moskau, absolvierte Wladimir Kaminer eine Ausbildung zum Toningenieur und studierte danach Dramaturgie am Moskauer Theaterinstitut. Kurz vor der Wiedervereinigung bekam er humanitäres Asyl in der DDR, später stellte er im Künstlerlokal „Kaffee Burger“ als Mitglied der „Reformbühne Heim & Welt“ regelmäßig seine Geschichten vor. Sein großer Durchbruch kam mit dem Kurzgeschichtenband „Russendisko“, der zwölf Jahre später mit Matthias Schweighöfer als Kinofilm adaptiert wurde.

Privat ist Wladimir Kaminer Russe, beruflich schreibt er auf Deutsch und tourt die meiste Zeit mit Lesungen und Vorträgen durch das Land. Als grandioser Unterhalter sorgt er mit seinem charakteristischen Akzent für humorvolle Stunden – wer ihn noch nicht live gesehen hat, sollte dies dringend nachholen!