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BlowUp Programm-Kino Highlight: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Berlin, 1933: Anna ist erst neun Jahre alt, als sich ihr Leben von Grund auf ändert: Um den Nazis zu entkommen, muss ihr Vater nach Zürich fliehen; seine Familie folgt ihm kurze Zeit später. Anna lässt alles zurück, auch ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen, und muss sich in der Fremde einem neuen Leben voller Herausforderungen und Entbehrungen stellen.

Eine berührende Geschichte über Zusammenhalt, Zuversicht und darüber, was es heißt, eine Familie zu sein – einfühlsam inszeniert von Oscar®-Preisträgerin Caroline Link.

Der Film basiert auf dem Roman Als Hitler das rosa Kaninchen stahl von Judith Kerr, der 1971 unter dem Originaltitel: When Hitler Stole Pink Rabbit veröffentlicht wurde. Der Roman von Judith Kerr wurde in 20 Ländern gelesen, auch in Deutschland wurde diese Emigrationsgeschichte zu einem Bestseller. Die Tochter des legendären Theaterkritikers Alfred Kerr musste als kleines Mädchen mit ihrer Familie das Land gleich zu Beginn der Naziherrschaft verlassen, über die Schweiz und Paris gelangte sie nach London, wo sie eine neue Heimat fand. Auf den Spuren dieser kindlichen Erfahrung erzählt Caroline Link von einer Familie, die aus einem gutbürgerlichen Leben in Armut und Unsicherheit gestoßen wird.

„Diese sehr aktuelle Flüchtlingsgeschichte zeigt nie direkt die Schrecken des Faschismus, sondern seine Auswirkungen, die Teile stehen hier überzeugend für das furchtbare Ganze: der Verlust des geliebten Stofftieres, gehässige, antisemitische Bemerkungen, der ständige Wechsel der Schulen und Freunde. Vor allem aber feiert der sorgfältig inszenierte Film den Zusammenhalt einer starken Familie, die hier bei allen Bedrängnissen und Konflikten immer enger zusammenrückt.“ (Knut Elstermann – radioeins)

Regie: Carolin Link
Deutschland, Schweiz 2018