Di., 24.04. um 17 Uhr I Do., 26.04. um 19 Uhr I So., 29.04. um 17.30 Uhr I Di., 01.05. um 20 Uhr
Eintritt: 6,- Euro | ermäßigt: 4,- Euro

BlowUp Programmkino: Das schweigende Klassenzimmer

1956: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo (Leonard Scheicher) und Kurt (Tom Gramenz) in der Wochenschau dramatische Bilder vom Aufstand der Ungarn in Budapest. Zurück in Stalinstadt entsteht spontan die Idee im Unterricht eine solidarische Schweigeminute für die Opfer des Aufstands abzuhalten. Doch die Geste zieht viel weitere Kreise als erwartet: Während ihr Rektor (Florian Lukas) zwar zunächst versucht, das Ganze als Jugendlaune abzutun, geraten die Schüler in die politischen Mühlen der noch jungen DDR. Der Volksbildungsminister (Burghart Klaußner) verurteilt die Aktion als eindeutig konterrevolutionären Akt und verlangt von den Schülern innerhalb einer Woche den Rädelsführer zu benennen. Doch die Schüler halten zusammen und werden damit vor eine Entscheidung gestellt, die ihr Leben für immer verändert…

DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER erzählt ein zutiefst bewegendes Kapitel aus dem Tagebuch des Kalten Krieges, basierend auf den persönlichen Erlebnissen und der gleichnamigen Buchvorlage von Dietrich Garstka – einer der insgesamt 19 ehemaligen Schüler, die 1956 mit einer einfachen menschlichen Geste einen ganzen Staatsapparat gegen sich aufbrachten.

Dem vielfach preisgekrönten Regisseur und Drehbuchautor Lars Kraume (Deutscher Filmpreis 2016 für den Politthriller Der Staat gegen Fritz Bauer) ist es gelungen, in seinem neusten Film einen Cast aus höchst vielversprechenden Nachwuchskünstlern und herausragenden, etablierten Darstellern des deutschen Kinos zu versammeln: Die Hauptrolle übernimmt Leonard Scheicher, der schon bei Produktionen wie „Es war einmal Indianerland“, „Finsterworld“ und „Quellen des Lebens“ dem Kinopublikum auffiel. Neben ihm spielt die Nachwuchsentdeckung Tom Gramenz die zweite Hauptrolle. In den weiteren Rollen der Klassenkameraden sind Lena Klenke, Isaiah Michalski und Jonas Dassler zu sehen. Für die „erwachsenen“ Nebenrollen konnte unter anderem mit Ronald Zehrfeld, Florian Lukas, Jördis Triebel, Michael Gwisdek und Burghart Klaußner eine erstklassige Darstellerriege gewonnen werden.

Deutscher Filmpreis 2018 – 4 Nominierung (u.a. Bester Spielfilm)

Der Film steht für
den 19., 20., 23., 24., 25., 26., 27. April und 2. Mai
jeweils 8 und 10.30 Uhr
für Schulkinovorstellungen zur Verfügung.
Die Kosten pro Schüler betragen 3,00 €.

„Lars Kraume gelingt es in seinem intensiven Film, auch dank hervorragender junger Darsteller, ein genaues Bild der sofort einsetzenden staatlichen Repressalien gegen die Schüler zu zeichnen, aber auch sehr differenziert die unterschiedlichen Verhaltensweisen in der Klasse sichtbar zu machen.
Deutlich wird: Intoleranz und Paranoia prägten das Systems von Beginn an, der Untergang war schon damals angelegt.“ (Knut Elstermann – radioeins)

„Eine kluge Geschichtsstunde und, um im Titel zu bleiben, ein Film von ganz großer Klasse!“ (programmkino.de)

Regie: Lars Kraume
Deutschland 2018
www.das-schweigende-klassenzimmer.de