Die Beobachter machen sich auf den Weg

Für das Kufa-Tanzprojektes „Eine Stadt tanzt: Hoy! Is wer da?“ wurde im November 2019 zwei Skulpturen vom Dresdner Künstlers Roland Zigan hergestellt. Sie ergänzten die multimedialen Tanzaufführungen um das universale Thema „Einsamkeit“. Die Idee war den bewegten, flüchtigen Bildern des Tanzes eine, das Projekt überdauernden Form, gegenüberzustellen.
Nach den gefeierten Tanzvorstellungen wurden Technik und Dekoration wieder zurückgebaut, die beteiligten Künstler fuhren wieder in ihre Heimatorte und die Tänzer und Besucher gingen wieder in ihren Alltag zurück.
Übrig blieben die beiden weißen Gestalten aus Gips, stille Beobachter des Geschehens.
Seit Dezember standen die beiden Plastiken in der Lobby am großen Fenster des Bürgerzentrums, schauten neugierig auf die vorbeilaufenden Hoyerswerdaer und ihre Gäste und fragten sich: Was passiert mit dieser Stadt?
Um die aktuelle Situation zu erkunden und diese Prozesse zu verfolgen begeben sie sich nun im Laufe dieses Jahres auch an weitere öffentliche Orte. Vielleicht werden sie dabei auch, in Erinnerung an das Tanzstück mahnen, Anstrengungen zu unternehmen, um eine weitere Schrumpfung der Stadt zu verhindert. „Die Figuren haben eine Botschaft“, vermittelte den Premierenbesucher des Tanzprojektes der Laudator Michael Kruscha: „Sie werfen Fragen auf, die jeder Betrachter für sich selbst deuten kann…“.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Ostsächsische Sparkasse Dresden wird die Sparkasse Altstadt am Markt die erste neue Heimstätte für die beiden Figuren für die nächsten Monate sein.