Di., 21. September um 17 Uhr

BlowUp Programmkino: Ein bisschen bleiben wir noch

Ein bisschen bleiben wir noch

Die tschetschenischen Flüchtlingskinder Oskar (Leopold Pallua) und Lilli (Rosa Zant) leben seit sechs Jahren in Österreich, aber sie haben noch immer kein dauerhaftes Bleiberecht. Als die Familie abgeschoben werden soll, unternimmt ihre psychisch labile Mutter einen Selbstmordversuch. Der versuchte Suizid bewirkt zwar einen Aufschub der Abschiebung, aber Oskar und Lilli werden von ihrer Mutter getrennt und vorerst bei verschiedenen Pflegeeltern untergebracht. Heimlich halten die Geschwister Kontakt zueinander und hoffen, sich und ihre Mutter bald wieder zu treffen. Mit der unbändigen Kraft ihrer Liebe zueinander versuchen sie, jede bürokratische Hürde mit Leidenschaft und Phantasie zu überwinden.

„Regisseur Arash T. Riahi gelingt es, geflüchteten Kindern eine Stimme zu geben, um für ihre Not zu sensibilisieren.“ (epd film)

„… besticht zudem durch die höchst beeindruckende Besetzung. Seine beiden jungen Hauptdarsteller, der achtjährige Leopold Pallua und die dreizehnjährige Rosa Zant, verblüffen mit ihrem unglaublich natürlichen Spiel. Gesellschaftlich relevantes Kino, nach der Romanvorlage der preisgekrönten Schriftstellerin Monika Helfer, das ehrlich und ohne Kitsch daherkommt.“ (programmkino.de)

„Ambitionierte, packende Literaturverfilmung, die ihre Geschichte nicht als Sozialdrama, sondern aus der Perspektive der betroffenen Kinder erzählt. Das ermöglicht eine Vielzahl von Tonlagen zwischen Satire, Realismus und märchenhafter Poesie, ohne den Blick vor den Abgründen der Geschichte zu verstellen. – Sehenswert ab 12.“ (filmdienst.de)

Regie: Arash T. Riahi
Österreich: 2019
www.filmkinotext.de