Di., 25.02. um 20 Uhr

BlowUp Programmkino: Einsam Zweisam

Einsam Zweisam

Rémy und Mélanie sind 30 Jahre alt und leben im gleichen Viertel in Paris, nur ein paar Schritte voneinander entfernt. Während Mélanie nach vielen Verabredungen den Glauben an die Liebe verloren hat, schafft es Rémy kaum, überhaupt erst ein Date zu bekommen. Sie leben nebeneinander her, ohne sich je zu begegnen und verirren sich dabei immer mehr in den Untiefen des modernen Großstadtlebens – und ohne es zu ahnen, bewegen sich beide doch in eine gemeinsame Richtung…

Dem französischen Regisseur Cédric Klapisch ist es mal wieder gelungen den Puls einer Generation gekonnt einzufangen. Nach „L’Auberge espagnole“, „So ist Paris“ oder „Der Wein und der Wind“, zeigt Klapisch in seinem neuesten Film EINSAM ZWEISAM die Lebenswege zweier Thirty-Somethings in Paris, die sich einfach nicht kreuzen wollen. Denn selbst in der romantischsten Großstadt der Welt und im digitalen Zeitalter, in dem es doch nie einfacher war jemanden kennenzulernen, ist der Zufall immer noch das letzte Zünglein an der Waage… In den Hauptrollen sind Ana Girardot und François Civil (beide „Der Wein und der Wind“) auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

„Neben einer Geschichte darüber, was alles passieren muss, damit sich auf der Leinwand überhaupt erst eine Liebesgeschichte entspinnen kann, ist „Einsam zweisam“ auch ein einfühlsames Generationenporträt. Gleich zu Beginn werden wir Zeuge der hektischen Welt; die Bilder, die Klapisch dafür findet, sind zwar nicht neu, aber einprägsam. So geht es auch im Folgenden weiter. Immer wieder macht der Regisseur Halt, um aufzuzeigen, wo durch das fehlende Miteinander Menschlichkeit abhandenkommt – und weshalb Onlinedating eigentlich ganz schön dämlich ist. Schon in seinem letzten Film „Der Wein und der Wind“ hat Klapisch eigentlich nichts Neues erzählt. Doch dank seinem genauen Gespür für emotionale Ausnahmezustände ist es ihm damals wie heute gelungen, alten Geschichten zu neuen Impulsen zu verhelfen. Und nicht zuletzt sind es auch die ein weiteres Mal für Klapisch vor der Kamera stehenden Ana Girardot und François Civil, die diese antiromantische Tragikomödie mit Leben füllen. Selten hat man einem Leinwand-Paar ihr Happy End so sehr gegönnt wie hier.“ (programmkino.de)

Regie: Cédric Klapisch
Frankreich, Belgien 2019
www.studiocanal.de