Kunstraum XV: Maja Nagel „unerlöst“

Mo. 6.1., 19 Uhr               Eintritt frei!
Filmabend zur FINISSAGE der AUSSTELLUNG „unerlöst

Da die bis zum 6.1.im Kunstraum Braugasse 1 ausstellende Künstlerin Maja Nagel neben Malerei, Grafik, Installation auch Filme herstellt, beenden wir die Ausstellung mit einer filmischen Finissage.

– noch immer nicht –

Es werden Ausschnitte ihres vielseitigen Werks gezeigt:

Gezeichnete Metamorphosen in verschiedenen Varianten, Erinnerung an weggebaggerte Dörfer, eine poetische Betrachtung über das Verschwinden der Muskauer Heide und ein filmischer Hybrid zu Streit und Versöhnung vor dem Hintergrund Dresdens

DAS ERSTE MAL | Maja Nagel | 1998 (22min)
Die Evolution als endloser Reigen, in dem die Körper ständig in Bewegung sind, neue Figuren hervorbringen und zu einer ornamentalen Kette verschmelzen – auf dem Muster einer Tapete, die sie abreißen …

MASSENTATornament | Maja Nagel |  2003 (1min)
Menschenmassen entstehen,  formen sich um und werden zum Ornament.
Unter Verwendung von Restmaterial aus der Filmproduktion „Das erste Mal“ (Maja Nagel)

AUGENBLICK (MOMENT) Maja Nagel |  2006 (6min)
Man sehe nur mit dem Herzen gut, hat der Kleine Prinz gesagt, und Maja Nagel entwickelt hier mit dem Bleistift eine Reflexion über das Sehen, unterlegt von einem Lied des sorbischen Komponisten Juro Mětšk, gesungen in einer Kunstsprache

Gespräch

SEEWEG | Julius Günzel | 2008 (2min)
Installation, bei der Maja Nagel 2006 einen mit spiegelnden Flächen ausgelegten Weg in den Bärwalder See führen ließ, geleitet von Liedern aus Dörfern, die dem Tagebau Bärwalde zum Opfer fielen.

CERNE JAGODY – BLAUBEEREN | Maja Nagel, Julius Günzel | 2013 (15min)
Edith sammelt Blaubeeren in der Muskauer Heide, wo auch die Buche steht, die sie täglich besucht. Doch unaufhaltsam nähert sich der Tagebau … Poetische Betrachtung über das Verschwinden einer Landschaft

FRIEDENKRIEGEN – z wójny jědu  | Maja Nagel, Julius Günzel |  2017 (7min)
Krieg ist woanders. Hier aber dringt er in unseren Alltag. Eine gezeichnete Figur erobert – mal Blumen säend, mal Blut vergießend – zu sorbischen Klängen wechselnde Situationen. Animation und Realfilm, Krieg und Frieden verschmelzen zu einem Hybrid.
Wie weit entfernt ist der Krieg wirklich?

Gespräch

IMMERFORT | Maja Nagel | 2010 (8min)
Vom Individuum zur Zweisamkeit. Als ein Dritter hinzukommt, geraten die Dinge in Bewegung, je mehr Figuren hinzu treten, desto undurchsichtiger ihre Beziehungen … Variation auf Chaos und Ordnung

(Texte: Grit Lemke)

Kunstfreunde sind herzlich dazu eingeladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

„Maja Nagel ist in Vielfalt unterwegs, in Bildern und Animationsfilm, Installation und Performance. Sie zeichnet und malt, fotografiert, klebt und montiert, stellt gemachte, gefundene Dinge zueinander in komplexen Bildstrecken, Bildfeldern. Es gehe um Machen und Wollen mit Händen und Augen. Das zeigt sich zuerst in der Zeichnung, in konkreten Momenten der Bewegung auf einen nächsten Zustand zu. Das abstrahierend Gestische, der feinlinige, sehr konkrete Zugriff sind assoziative Suche, Weltbau und Interpretation, Umgang und Rede mit dem Unberechenbaren, ein Mit- und auch ein Gegeneinander. Wohin? Auf einen gültigen Ausdruck zu, in dem sich Unbekanntes mitteilt. Eines geschieht dabei immer: Sie ergreift, was sie ergriffen hat. Ins Bild kommt, was fehlt und danach verlangt. Engel werden sichtbar, da sie einen Auftrag haben: etwas auszurichten.“ Gregor Kunz, 2019

www.majanagel.de

Laudatio Lawdacija: Gregor Kunz (Dresden)

Musik Hudźba: Paul Geigerzähler & Jacke Schwarz

anschl. 20 Uhr Kneipenkonzert: Paul Geigerzähler & Jacke Schwarz

https://geigerzaehler.bandcamp.com/album/deutscher-wald-f-r-deutsche-rehe

https://jackeschwarz.bandcamp.com/releases

 

Öffnungszeiten Wotewrjenske časy
1.11.2019 – 6.1.2020, Mo–Fr 10–18 Uhr wot póndźele do pjatka wot 10 do 18 hodź.
sowie zu allen anderen Veranstaltungszeiten kaž tež k wšěm dalšim zarjadowanskim časam

Die Kulturfabrik Hoyerswerda e.V. wird gefördert durch die Stadt Hoyerswerda, den Kulturaum Oberlausitz-Niederschlesien und den Landkreis Bautzen.
Kulturna fabrika Wojerecy z.t. spěchuje so wot města Wojerecy, Kulturneho ruma Hornja Łužica-Delnja Šleska a wokrjesa Budyšin.

 

Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung für das sorbische Volk, die jährlich auf der Grundlage der beschlossenen Haushalte des Deutschen Bundestages, des Landtages Brandenburg und des Sächsischen Landtages Zuwendungen aus Steuermitteln erhält.
Wustajeńca spěchuje so wot Załožby za serbski lud, kotraž dóstawa lětnje přiražki z dawkowych srědkow na zakładźe hospodarskich planow, wobzamknjenych wot Zwjazkoweho sejma, Krajneho sejma Braniborskeje a Sakskeho krajneho sejma