Kunstraum XXI: Most / Jung / Lützner

„Territorium“

Yvonne Most untersucht in ihrem Werk das Phänomen des Heimatverlustes. In ihrer Fotoserie Lausitz beschäftigt sich die Fotografin mit den Auswirkungen der Braunkohleindustrie auf das Leben und die Sehnsucht von Menschen in der Lausitz, indem sie den Portraits Landschaftsbilder gegenüberstellt. Ist es überhaupt möglich die Erinnerung an eine Landschaft zu versetzen? Heimat: Copy and Paste?

Seit fast 10 Jahren dokumentiert Matthias Jung in seiner Arbeit Revier die verstörende Komplexität, die das Dasein in einer industriell beanspruchten Landschaft ausmacht. In der Braunkohlewelt schaffen wirtschaftliche Interessen und politischen Utopien oft eine reale Dystopie. Klaren, zumeist distanzierten Portraits und Landschaften stehen Artefakte und Funde gegenüber, die zusammengenommen über das Thema Verlust und Heimat reflektieren.

Der Lausitzer Fotograf Torsten Lützner lenkt in seiner Serie Folgelandschaften den Blick auf die veränderten Landschaften seines heimatlichen Umlandes. Dabei wird einerseits die Unwiderbringlichkeit natürlicher Räume durch urbanes und industrielles Wirken dokumentiert, aber auch die entstehende Ästhetik in landschaftlichen Strukturen abgebildet. Die Fotografien stellen wertungsfrei den Verlust von Naturlandschaften der Bildung und steten Veränderung von Kulturlandschaften gegenüber.

 

Vernissage, Freitag, 4. Juni, 19 Uhr

Laudatio: Michael Kruscha

Musik: Thea-Laurine Scholz (Harfe) (anschl. Konzert im Sommergarten)

Ausstellung: vom 5. Juni bis 29. August 2021, ganztägig