Do., 12.12. um 16 & 19 Uhr I So., 15.12. um 20 Uhr I Di., 17.12. um 17 & 20 Uhr

BlowUp Programmkino: Lara

Lara Film von Regie: Jan-Ole Gerster

Es ist Laras sechzigster Geburtstag, und eigentlich hätte sie allen Grund zur Freude, denn ihr Sohn Viktor gibt an diesem Abend das wichtigste Klavierkonzert seiner Karriere. Schließlich war sie es, die seinen musikalischen Werdegang entworfen und forciert hat. Doch Viktor ist schon seit Wochen nicht mehr erreichbar und nichts deutet darauf hin, dass Lara bei seiner Uraufführung willkommen ist. Kurzerhand kauft sie sämtliche Restkarten und verteilt sie an jeden, dem sie an diesem Tag begegnet. Doch je mehr Lara um einen gelungenen Abend ringt, desto mehr geraten die Geschehnisse außer Kontrolle.

Für LARA, Gersters erste Regiearbeit nach seinem erfolgreichen Debüt Oh Boy, der mit sechs LOLAs ausgezeichnet wurde, versammeln sich ein eindrucksvolles Ensemble und Filmteam: In den Hauptrollen sind Corinna Harfouch und Tom Schilling besetzt, begleitet u.a. von Rainer Bock, Volkmar Kleinert, André Jung und Mala Emde. Der mehrfach ausgezeichnete Kameramann Frank Griebe steht für die visuelle Umsetzung. Produziert wurde der Film abermals von Marcos Kantis für Schiwago Film, in Ko-Produktion mit Studiocanal Film.

LARA handelt von verlorenen Träumen, der Liebe zur Musik und einem besonderen Mutter-Sohn-Verhältnis. Das Drehbuch, ausgezeichnet mit dem MEDIA New Talent Award der Europäischen Union, entwickelte der slowenische Autor, Fotokünstler und Filmemacher Blaž Kutin in Zusammenarbeit mit dem TorinoFilmLab. Die Musik zum Film komponierte der preisgekrönte Musiker Arash Safaian (u.a. ECHO KLASSIK) und wurde von der deutsch-japanischen Star-Pianistin Alice Sara Ott eingespielt.

Beim 54. Karlovy Vary International Filmfestival feierte LARA Weltpremiere und wurde mit dem Spezialpreis der Jury und Preis dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet; als Beste Hauptdarstellerin wurde Corinna Harfouch geehrt. Beim 37. Filmfestival München, auf dem der Film seine Deutschland-Premiere feierte, gab es für Jan-Ole Gerster den Förderpreis Regie und den FIPRESCI-Preis 2019.

„Atmosphärisch dicht, visuell verspielt sowie bestens besetzt bis in die Nebenrollen, entsteht ein packend intensives Drama, das ein Klassiker-Thema mit erstaunlicher Leichtigkeit samt gelungener Wendungen präsentiert.“ (programmkino.de)

„Lara, das macht dieser exzellent geschriebene und inszenierte, in jedem Augenblick stimmige Film deutlich, hat aus Angst vorm Leben ihr eigenes Leben verfehlt. Aus Angst vorm Scheitern ist sie gescheitert. In Frankreich würde man einer überragenden Schauspielerin wie Corinna Harfouch jedes Jahr große Rollen wie diese schreiben, in Deutschland sind solche Film-Figuren leider Ausnahmen.“ (Knut Elstermann – radioeins)

Regie: Jan-Ole Gerster
Deutschland 2019
www.studiocanal.de