Do., 04.10. I 19 Uhr
Eintritt: 6,- Euro | ermäßigt: 4,- Euro

BlowUp Programmkino: Minderheiten im Nationalsozialismus

Es werden die Filme „ZMIJ“ und „DAS MÄDCHEN AUS DEM NORDEN“ gezeigt.

„ZMIJ“ ist ein Kurzfilm von Angela Schuster
Lausitz, Heimat der sorbischen Minderheit im Deutschen Reich, 1938: Ein kleines sorbisches Mädchen wünscht sich einen Drachen, um das Schicksal seiner Familie zum Besseren zu wenden.
Währenddessen setzten auch Erwachsene im ganzen Land ihre Hoffnungen auf einen vermeintlichen Erlöser.
Der Film erzählt von einer alten sorbische Sage und einem Stück deutsch-sorbischer Geschichte in der Region um Hoyerswerda.

„DAS MÄDCHEN AUS DEM NORDEN“
Regie/Drehbuch: Amanda Kernell
Norwegen/Dänemark/Schweden 2017
Im Schweden der 1930er-Jahre besucht die angehende Rentierzüchterin Elle Marja mit ihrer Schwester die Internatsschule in Lappland. Sie gehört dem Volk der Samen an, deren Alltag von Vorurteilen und Ausgrenzung geprägt ist. Elle Marja bemüht sich um die Anerkennung ihrer Lehrerin in der Hoffnung, so ihrem Traum von einem freien Leben näher zu kommen. Als an der Schule erniedrigende, rassen-biologische Untersuchungen durchgeführt werden, entscheidet sie sich für einen radikalen Schritt: Das intelligente, willensstarke und rebellische Mädchen bricht mit ihrer Familie und macht sich auf den Weg nach Uppsala, um eines neues, unabhängiges Leben zu führen.

Kernells Film handelt vom Ringen um Identität, den Gefahren der Selbstverleugnung, von Rassismus und tiefverwurzelten Vorurteilen gegenüber dem Volk der Samen im Schweden der 1930er Jahre.

Anschließend Gespräch mit Dr. Madlena Norberg (WITAJ-Sprachzentrum Cottbus) und Dr. Peter Schurmann (Sorbisches Institut Bautzen).

Moderation Dr. Grit Lemke.