31.10.2020 | 20:00 Uhr

RENFT-akustisch

Liebe Musikfreunde und Renft-Fans,
coronabedingt weiß heute immer noch niemand was im 2. Halbjahr möglich sein wird. Wir planen und hoffen das Beste. Bitte tragt euch den Termin in euren Kalender ein und schaut zwecks Start des Kartenvorverkauf ab und zu auf unsere Homepage.
Danke für euer Verständnis!

Die legendäre Kultband
Mit dem original-Sänger Thomas „Monster“ Schoppe (voc.)

Am Sonntag, 01.12.19 ist der langjährige Bassist der Band RENFT Markus „Basskran“ Schloussen nach längerer Krankheit verstorben. Die Band trauert um ihren langjährigen Freund und Mitstreiter. Alle geplanten Konzerte finden trotzdem statt.
Seinen Platz übernimmt der Ex-Puhdys-Bassist Peter Rasym.

Von 1967 bis 1975 ständig existent, war die aus Leipzig stammende Klaus Renft Combo (ab 1974 RENFT) eine der ersten „Beat-Band“, deren Sänger deutsch sangen, und entwickelte sich zu einer der bekanntesten und beliebtesten Rockgruppen der DDR. Immer wild und unberechenbar, wurde RENFT durch das Verbot 1975 zur Legende.

Kein Zweifel, RENFT ist ostdeutsches Kulturgut und lebt in der Erinnerung vieler. Jeder im Osten Deutschlands kennt die Band. In keiner Plattensammlung fehlen ihre Lieder, Hoffnungsträger noch immer für ihre älter gewordenen Fans, stilistisch unabhängig von Mode und Trends, bezeugen ihre Lieder Unbeugsamkeit, erinnern an Zivilcourage.
Bereits in den frühen 70er Jahren erreichte die Band RENFT in der DDR Kultstatus, wurde Begriff für Opposition und Auflehnung gegenüber einer staatlich verordneten Kulturdoktrin. Unter diesem Zwang entstand von 1971 bis 1975 eine Band, die man schlicht einfach nur RENFT nannte. Ihre Songs, facettenreich, von Folk, Blues über Balladen bis hin zum Rock, erstürmten die Hitparaden. Keine andere Band besetzte von 1971 (die erste Nr.1 war „Wer die Rose ehrt“) bis 1975 so viele Spitzenplätze in den ostdeutschen Hitparaden. RENFT wurde Hoffnungsträger für eine heranwachsende Generation, schuf eine Brücke für deren Integration in eine vom sozialistischen Alltagstrott bestimmten Gesellschaft. Immer wild und unberechenbar, wurde RENFT durch das Verbot 1975 zur Legende.

Nachdem inzwischen 6 frühere Bandmitglieder verstorben und zwei aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr live auftreten können, ist Leadsänger Thomas „Monster“ Schoppe der letzte Überlebende einer Band, die für die Entwicklung der Rockmusik der DDR prägend war. Heute ist er sich der Bedeutung der RENFT-Songs als kulturelles Erbe bewusster denn je.
Ihm zur Seite stehen seitdem Urgesteine der DDR-Rockmusikszene: der beliebte Gitarrist Gisbert „Pitti“ Piatkowski, Delle Kriese an den Drums und Percussion, sowie seit Anfang 2020 der Ex-Puhdys- Bassist Peter Rasym.

Um den textlichen Inhalten der Lieder noch mehr Ausdruckskraft zu verleihen, aber auch um den atmosphärischen Ansprüchen von Theater- und Kleinkunstbühnen gerecht zu werden, wählt die Band für die meisten Ihrer Konzerte bewusst die musikalisch-akustische Darbietungsform. Das tut den Ohren der Musiker und der reifer gewordenen Fanschar sichtlich gut, läßt aber trotzdem die brachiale Wucht und die Renfttypische Intensität erkennen.

Natürlich werden die guten alten RENFT- Songs wie z. B.: „Wer die Rose ehrt“, „Zwischen Liebe und Zorn“, „Apfeltraum“, „Gänselieschen“, „Nach der Schlacht“ oder „Als ich wie ein Vogel war“ alle zu hören sein. Nicht mehr in Urbesetzung, aber dennoch mit hervorragenden Musikern.

Weitere Infos unter: www.renft.de