Do., 24.01. um 19 Uhr

BlowUp Programm-Kino Highlight: So klang die DEFA – Filmmusik aus Babelsberg

Wer heute an die DEFA denkt, das filmische Erbe der DDR, hat wohl nicht nur Filmbilder im Kopf, sondern auch einige der unvergänglichen Melodien, die in Babelsberg entstanden sind: die Filmmusiken der DEFA.

Sie sind oft so originell und prägend, dass sie für die Filme selbst stehen: „Geh zu ihr“ der Puhdys aus „Die Legende von Paul und Paula“, die fröhlichen Schlager aus „Heißer Sommer“, der Titelsong von „Solo Sunny“, aber auch große orchestrale Scores wie die einmaligen Schöpfungen von Karl-Ernst Sasse für die DEFA-Indianerfilme.

Etwa 145 Komponisten arbeiteten zwischen 1946 und 1990 im DEFA-Spielfilmstudio in Babelsberg. Das kompositorische Niveau war meist hoch, die musikalische Ausführung ist noch immer mustergültig. Die Dokumentation „So klang die DEFA – Filmmusik aus Babelsberg“ bringt diese Melodien wieder in Erinnerung und zeigt dabei Brüche und Kontinuitäten auf.

Was machte den besonderen Reiz der DEFA-Filmmusik aus, welche Methoden, musikalischen Farben und Stile wurden verwendet, wie war die Arbeitsweise, in welchen Traditionen stand sie?

Komponisten wie Günther Fischer („Solo Sunny“), Peter Gotthardt („Paul und Paula“) und der 96-jährige André Asriel („Auf der Sonnenseite“) kommen zu Wort, aber auch Sänger wie Dieter Birr von den Puhdys und Chris Doerk, deren filmischer Dauer-Hit „Heißer Sommer“ genau vor 50 Jahren Premiere hatte.

Das Deutsche Filmorchester Babelsberg spielte eigens für die rbb-Produktion „So klang die DEFA“ einige der Perlen ostdeutscher Filmmusik ein.

Anschließend Gespräch mit Knut Elstermann. Moderation Dr. Grit Lemke.

Film von Knut Elstermann
Deutschland 2018