Stadtteilanker – soziokulturelle Bürgerwiesen als Quartiermanagement

GIHK – „Stadtteilanker“
s
oziokulturelle Bürgerwiesen als Quartiermanagement
Ein Projekt des Kulturfabrik Hoyerswerda e.V.

Auf Grundlage der ausführlichen Analyse der Hoyerswerdaer GIHK-Werkstatt hat der Kulturfabrik e.V. das Projekt „Stadtteilanker“ entwickelt. In der Analyse ist der erhebliche Rückgang in den Wohngebieten an großen Einrichtungen, Trägern und Vereinen, welche kulturelle oder soziale Angebote regional und überregional vorhalten können, deutlich geworden. Dennoch gibt es noch viele kleine Initiativen, die aber zum Teil wenig sichtbar bzw. im gesamten Stadtraum kaum bekannt sind. Dazu kommt die Tendenz, sich nur in einem beschränkten Umfeld zu bewegen, im eigenen Wohnkomplex bis höchstens zum Stadtzentrum oder nur im Altstadtbereich. Was in der Neustadt oder in einem anderen Wohnkomplex geschieht, bleibt so außen vor. Die Angebote in den wenigen großen Einrichtungen der Stadt erreichen oft aufgrund der territorialen Entfernung, aber auch der (zu ?) anspruchsvollen Inhalte, des Preisniveaus oder wegen fehlender Informationen nicht alle Bürger dieser Stadt.

Deshalb will unser Projekt zu den Bewohnern in die jeweiligen Wohngebiete gehen. Wir sind überzeugt davon, dass ein Teil der Bewohner wenig von der vielfältigen gesellschaftlich relevanten Angebotslandschaft von Hoyerswerda weiß. Egal ob Sport, außerschulische Bildung, Soziales, Kultur, Selbsthifestellen, Kinder- und Jugendarbeit – schon bei unseren ersten Befragungen stießen wir immer auf eine große Wissenslücke.
Das Projekt „Stadtteilanker“ wird in Form von soziokulturellen Bürgerwiesen, d.h. niederschwelligen Familienangeboten mit vorangegangenen, ausführlichen Vernetzungsprozessen von Anbietern, Partnern, Vereinen und Institutionen in den Wohngebieten der Hoyerswerdaer Neustadt, umgesetzt werden.
Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe für Familien in sozial schwierigen Verhältnissen mit soziokulturellen Methoden, verschiedenen Kulturangeboten der Neu- und Altstadt sowie vielfältigen gebündelten Beratungs- und Informationsangeboten. Ergebnis dieses Prozesses soll die Aufklärung, Beteiligung und Aktivierung der Bürger des Fördergebietes sowie die Unterstützung und Etablierung der lokalen Akteure als dauerhafte Anlauf- und Informationsstellen sein.

Wenn Sie uns bei diesem Vernetzungsprozess unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an die Projektleiterin:

Julia Kieschnick
Telefon: 03571 209 33 46
Julia.Kieschnick@kufa-hoyerswerda.de